Peitschenkauf 

Ich kenne Lady PASCAL schon seit einigen Jahren. Ich bin ein großer Fan von Spielen, die in der Öffentlichkeit stattfinden, die aber dennoch irgendwie verdeckt sind.

 

Als ich wieder einmal anrief, um einen Termin zu vereinbaren, überaschte Sie mich mit einem Auftrag.

"Du wirst in ein Reitsportgeschäft gehen und dort eine dekorative Peitsche aussuchen. Anschließend wirst du in eine Telefonzelle gehen und mir diese Peitsche genau beschreiben. Ich entscheide dann, ob du diese kaufen wirst oder ob du noch einmal nach einer anderen Ausschau halten wirst."

 

Sie legte das Datum fest und die Zeit, wo mein Rückruf an meine verehrte Herrin stattfinden sollte. Es ist immer wieder ein Nervenkitzel und spannend obendrein.

 

Am vereinbarten Tag ging ich in das von Lady PASCAL genau benannte Reitgeschäft.

 

Ich wollte mich eigentlich selbst bedienen und dann so schnell wie möglich den Laden wieder verlassen. Doch es war eine mehr als aufmerksame Verkäuferin anwesend, die entdeckt hatte, daß ich mich bei den Reitgerten herumdrückte.

"Kann ich Ihnen behilflich sein?", fragte die Verkäuferin herausfordernd hinter meinem Rücken.

Ich erschrak und fühlte mich irgendwie ertappt. "Nein, ich guck eigentlich nur so mal", stotterte ich verlegen.

"Und nach was gucken Sie nur so mal? Nach Reitgerten? Lange oder kürzere? Für Dressur-Reiten oder für..."

 

Ich unterbrach ihre Fragen hastig: "Nein, nein, oder ja, in gewisser Weise ja, daß heißt, meine Frau, ähm, tja, die sammelt besonders schöne Stücke und hängt sie an der Wand auf."

 

Ich verstummte, weil mir plötzlich bewußt wurde, was ich da so von mir gegeben hatte. Nun meine Herrin würde dies ja sicher nicht erfahren. Woher auch?

 

Und mit welchen Mitteln ich die Peitschenauswahl treffen würde, war ja mir überlassen. Dachte ich.

Die Verkäuferin sah mich irgendwie seltsam an, oder bildete ich mir das nur ein? Mir war richtig heiß geworden und ich tupfte mir den Schweiß von der Stirn. Bloß raus aus dem Laden.

 

"Ich komme gleich wieder, ich muß nur gerade mal meine Frau anrufen", sagte ich der verdutzten Verkäuferin und verließ das Geschäft ohne Reitgerte, die ich mir aber eingeprägt hatte, um sie genau beschreiben zu können.

Draußen atmete ich tief durch und fühlte mich schon wieder sicherer. Ich suchte die beschriebene Telefonzelle auf und rief meine Herrin an.

 

Ich beschrieb meiner Herrin eigentlich eine durchschnittliche Reitgerte, die es zu tausenden gibt.

Der Adrenalinschub im Geschäft hatte dafür gesorgt, daß ich mir keine spezielle ausgesucht hatte. Nun hatte ich das Nachsehen.

 

"Nein, was Du mir da so alles beschrieben hast, habe ich schon. Du gehst jetzt noch einmal rein und schaust vernünftig nach und in 15 Minuten erwarte ich Deinen nächsten Anruf. Mit hoffentlich besseren Nachrichten. Im übrigen sprach ich von einer Peitsche", sagte sie und legte auf.

 

Ich ließ mir noch ein wenig Zeit und ging diesmal etwas lässiger in den Laden. Die Verkäuferin war allein und kein anderer Kunde dort. Was sollte schon passieren. Ich ging zur Tür rein und die Verkäuferin winkte mich eifrig herbei.

"Kommen Sie, Ihre Chefin ist dran", drückte sie mir den Telefonhörer in die Hand.

 

Ich dachte, ich falle in Ohnmacht; die Anzeichen waren günstig dafür. Aber anstatt sich die Verkäuferin diskret entfernte, blieb sie fast neben mir stehen. Ich drehte mich ein wenig von ihr weg, in der Hoffnung, daß sie nichts mitbekommen würde.

 

"Ja, bitte?", meldete ich mich in geschäftsmäßig routiniertem Tonfall, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.

"Was fällt Dir ein, bei der Verkäuferin zu behaupten, die Reitgerten seien für Deine Frau?", kam der scharfe Ton von Lady PASCAL durchs Telefon. "Bin ich etwa Deine Frau?" fauchte sie durchs Telefon.

 

Obwohl ich mich mit dem Gesicht von der Verkäuferin weg gedreht hatte, errötete ich aufs heftigste. Ein dicker Kloß machte sich in meinem Hals breit. Ich war unfähig einen gescheiten Satz zu sprechen.

 

"Nein, Chefin, selbstverständlich nicht, daß war ein Mißverständnis, ich dachte...", stotterte ich wieder.

"Du wirst den Hörer hinlegen und auf der Stelle drei Reitpeitschen aussuchen und sie mir beschreiben. Los, wird's bald?"

 

Ich legte den Hörer artig auf die Verkaufstheke und entschuldigte mich kurz bei der Verkäuferin. In meinem Kopf raste es. Hatte meine Herrin bei der Verkäuferin von mir als Sklaven gesprochen?

 

Hektisch suchte ich bei den Reitgerten und hatte wieder nur zwei durchschnittliche gefunden. Die Zeit lief.

Plötzlich hielt mir die Verkäuferin eine wirklich wunderschöne rote Dressurpeitsche hin.

Hoffentlich nicht auf Anordnung meiner Herrin, dachte ich. Ich muß schon irgendwie gehetzt gewirkt haben und eilte mit den drei Exemplaren wieder zum Telefonhörer um ihr eiligst die Gerten und die Peitsche zu beschreiben. Die Wahl fiel natürlich auf die Rote.

 

"Laß Dir einen Beleg geben und gib mir noch einmal die Verkäuferin. Wenn Du gleich aus dem Laden kommst, wirst Du mich von der Telefonzelle noch einmal kurz anrufen."

Ich bestätigte und gab den Hörer der Verkäuferin.

"Ja, natürlich, gern geschehen. Mach ich." sagte sie und blinzelte mich irgendwie merkwürdig an.

Einbildung? Vielleicht.

 

Ich wollte nicht mit der Peitsche auf der Straße gesehen werden.

 

"Ihre Chefin hat gesagt, daß sie die Peitsche ohne Verpackung nehmen, dann hätten wir das gespart", erwiderte sie unbeteiligt, während sie den Kassenbeleg ausfüllte.

Ich nickte nur kurz und verließ dann das Geschäft. Ich lief eiligst zu der Telefonzelle und wählte noch einmal die Nummer meiner Herrin.

"Hast Du die Peitsche offen, ohne jegliche Verpackung?", fragte Lady Pascal.

 

Ich bejahte.

 

"Gut, dann gehst Du nun zu Deinem Auto und wirst die Peitsche bis dahin offen, für jedermann sichtbar, tragen. Ach übrigens, die Verkäuferin könnte Dich beobachten. In 10 Minuten bist du hier!"

 

Es klickte in der Leitung und ich machte mich eiligst auf dem Weg in ihr Reich. Pünktlich 10 Minuten später traf ich bei Lady PASCAL ein. Sie sah wieder atemberaubend aus. Sie trug ein hochgeschlossenes, hautenges Catsuit, was ihre herrliche Figur besonders betonte.

 

Demutsvoll überreichte ich ihr die Reitpeitsche und den Kassenbeleg.

"Nun wird die Peitsche auf Dir eingeweiht und bekommt einen Namen", ließ sie unheilschwanger verlauten.

Prüfend ließ sie die Peitsche durch die Luft sausen. Ich zuckte zusammen.

 

"Wie wäre es mit <Glücksspenderin>. Aber bei Dir wäre es wahrscheinlich angebrachter die Peitsche <Vernunftspenderin> zu taufen", diagnostizierte sie trocken. "Damit treibe ich Dir dann auch Deine Flausen aus dem Kopf, mich als Deine Frau zu bezeichnen. Das hat sowieso noch ein Nachspiel, und zwar ein saftiges."

"Übrigens habe ich Dich als meinen Diener bezeichnet. Du hattest doch nichts dagegen, oder?", lächelte sie süffisant und mir fiel ein Stein vom Herzen.

 

Die >Vernunftspenderin< wurde ordentlich auf meinem Po eingeweiht. Anschließend mußte ich die Vernunftspenderin küssen und erfuhr noch eine heiße und wahrlich saftige Gummi-Disziplin durch meine Herrin.

Lady PASCAL hatte in all den Jahren noch einige böse Überraschungen für mich parat, welche die Öffentlichkeit betrafen. Doch hiervon berichte ich ein anderes Mal. Es war mir wie immer ein Vergnügen.



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